Ambulanter Pflegedienst Herzogenaurach bezieht neue Räume

Ambulanter Pflegedienst Herzogenaurach bezieht neue Räume

Mit einer kleinen Feierstunde wurden am Donnerstag, 12. März 2026, die neuen Räumlichkeiten des Ambulanten Pflegedienstes Herzogenaurach des Caritasverbandes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt/Aisch e. V. in der Langenzenner Straße offiziell eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft sowie Mitarbeitende und Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter der Caritas waren gekommen, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu feiern.

Die Veranstaltung begann vor dem Gebäude mit einer Begrüßung durch Adelheid Seifert, Leitung Pflege und Soziale Dienste der Caritas Erlangen. Sie hieß die Anwesenden herzlich willkommen – darunter insbesondere die Leiterin des Ambulanten Pflegedienstes Herzogenaurach, Stefanie Süß, sowie den Geschäftsführer der Caritas Regio gGmbH, Peter Reil.

Adelheid Seifert blickte auf den langen Weg bis zum Umzug zurück. Seit über 20 Jahren ist sie in der Caritas tätig und freute sich besonders darüber, dass der Pflegedienst nun „den Ort, den man sich immer gewünscht hat“, beziehen kann. Moderne Büroräume, ein eigener Schulungsraum sowie eine zeitgemäße digitale Ausstattung schaffen gute Voraussetzungen, um den Dienst auch in Zukunft weiterzuentwickeln. Ihr besonderer Dank galt der Geschäftsführung, die diesen Schritt möglich gemacht hat.

Im Anschluss blickte Geschäftsführer Peter Reil auf die lange Geschichte der ambulanten Pflege der Caritas in Herzogenaurach zurück. Bereits im Jahr 1950 begann Schwester Ennodia von den Mallersdorfer Schwestern mit der Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen vor Ort – eine Arbeit, die ihr später sogar die Ehrenbürgerwürde der Stadt einbrachte. 1979 wurde schließlich die Sozialstation Herzogenaurach gegründet, der erste ambulante Pflegedienst im damaligen Landkreis.

Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, ist daraus ein moderner Dienst mit rund 20 Mitarbeitenden geworden. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten an der Langenzenner Straße sei daher ein wichtiger Schritt, um den steigenden Anforderungen in der ambulanten Pflege gerecht zu werden. „Der jetzige Umzug in die Räumlichkeiten der Langenzenner Straße ist die Fortsetzung einer 47-jährigen Erfolgsgeschichte“, betonte Reil. Der Ambulante Pflegedienst sei in Stadt und Landkreis historisch tief verwurzelt, gesellschaftlich anerkannt und für viele Bürgerinnen und Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur.

Auch der Erste Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, Dr. German Hacker, richtete ein Grußwort an die Gäste. Er betonte die große Bedeutung der Caritas angesichts des demografischen Wandels und dankte insbesondere den Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes, „die die eigentliche Arbeit leisten“. Mit einem Augenzwinkern bezeichnete er die Stadt Herzogenaurach als „Wünscheerfüller“, da nun ein passender Standort für den Dienst gefunden werden konnte. Gleichzeitig würdigte er die enge Zusammenarbeit mit der Caritas – nicht nur im Bereich der ambulanten Pflege, sondern auch mit den weiteren sozialen Diensten am Standort, darunter die Allgemeine Soziale Beratung, der Sozialpsychiatrische Dienst sowie die Integrations- und Flüchtlingsberatung.

Den geistlichen Abschluss der offiziellen Reden gestaltete Pfarrer Kilian Kemmer, Vorstandsmitglied des Caritasverbandes. In seinen Worten erinnerte er an die zentrale Bedeutung der Nächstenliebe für die Arbeit der Caritas. Dabei zitierte er den französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry: „Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird.“ Die Aufgabe der Caritas sei es, in die Gesellschaft hineinzuhören, nah bei den Menschen zu sein und dort zu helfen, wo Unterstützung gebraucht wird – so wie es der Ambulante Pflegedienst seit vielen Jahrzehnten in Herzogenaurach tut. Anschließend stellte er die neuen Räume unter Gottes Segen.

Nach dem offiziellen Teil lud Adelheid Seifert die Gäste ein, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei einem kleinen Empfang mit Häppchen und Getränken bot sich Gelegenheit zum Austausch – und auch zum gemeinsamen Erinnern. Besonders freute das Team, dass sogar fünf ehemalige Mitarbeiterinnen zur Einweihung gekommen waren, um die neuen Arbeitsräume ihrer früheren Kolleginnen zu sehen und über gemeinsame Zeiten im Pflegedienst zu sprechen.

Mit dem Umzug an die Langenzenner Straße ist der Ambulante Pflegedienst nun gemeinsam mit weiteren sozialen Angeboten der Caritas an einem zentralen Standort in Herzogenaurach vertreten. Damit werden die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen in der Region noch enger miteinander vernetzt – ein weiterer Schritt, um auch künftig verlässlich für die Menschen vor Ort da zu sein.