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Seinen Nächsten mit den Augen Gottes sehen

„Der ganze Mensch – beDACHt mit Liebe“. Dieses Motto -des am 23. September feierlich in der Erlanger Pfarrgemeinde St. Theresia stattgefundenen Caritas-Gottesdienstes- stellte Pfarrer Michael Schüpferling den Anwesenden direkt in seinem Begrüßungswort vor. Er lud dazu ein, es dem Vorbild Jesu Christi gleich zu tun, der es konnte - den ganzen Menschen mit Liebe zu bedenken - weil er jeden Menschen mit den Augen Gottes wahrgenommen hat. Im Evangelium nach Markus, das diese Einladung vertiefen sollte, hieß es dann auch: Jesus stellte seinen Jüngern ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf, der nimmt Gott selber auf.

Es sei doch sicher aufgefallen, dass auf dem Plakat, welches auf den Gottesdienst hingewiesen hat, im Wort „beDACHt“, das „DACH“ groß geschrieben war, so Pfarrer Schüpferling zu Beginn seiner Predigt. Dies hätte auch seinen Sinn, denn den Wert eines Daches könne man nicht groß genug einschätzen. Fehle zum Beispiel auf einem Haus das Dach, so nütze die gemütlichste Wohnung nichts. Ein Dach schenke Geborgenheit und Heimat. Bildlich gesprochen bewahre es vor den Stürmen des Lebens: Wenn Schicksalsschläge Menschen ereilen, könnten diese Ziegel fallen lassen oder sogar das Dach abdecken. Dann wäre die Not groß.
Die Caritas als Wohlfahrtsverband der Katholischen Kirche nimmt sich solch betroffenen Menschen in besonderer Weise an, machte Verena Zepter, seit über 20 Jahren hauptamtliche Mitarbeiterin der Caritas Erlangen, im weiteren Verlauf der Predigt deutlich. Oft müsse ihr Team der Sozialen Beratung und Schuldnerberatung „Übersetzungsarbeit“ leisten, wenn Klienten beispielsweise Schreiben von Ämtern bekämen und im Gespräch aufgeklärt werden müssten, worum es in dem Brief eigentlich ginge. An einem Fallbeispiel verwies sie auf weitere Angebote wie Betreuung und Pflege der örtlichen Caritas, die oftmals auch miteinander vernetzt erbracht würden. Sie betonte die herrschende Schweigepflicht und die Kostenfreiheit der Beratung als auch den Respekt und die Wertschätzung, die den Klienten entgegengebracht werde. Im Zentrum der Beratung stehe die Hilfe zur Selbsthilfe. Auch ihre Motivation und verschiedene Kraftquellen benannte sie. Diese seien besonders wichtig, da man als Berater selbst sein „Handwerkszeug“ sei.
Sie gab das Wort an Gertraud Meininger, die sich schon vor vielen Jahren dazu entschied, ehrenamtlich in ihrer Pfarrgemeinde St. Theresia bei der Caritas-Sammlung und verschiedenen Besuchsdiensten mitzuwirken. Zusammen mit ihren rund 40 Kollegen, die ebenso im caritativen Bereich ehrenamtlich tätig sind, werden Neuzugezogene, junge Familien und ältere Menschen, sowie Gemeindemitglieder, die älter als 80 Jahre sind, anlässlich ihres Geburtstages besucht. Zudem werden unter anderem Hilfen für Flüchtlinge organisiert. Ihre Motivation gründet in der Menschenliebe Gottes, die sie auch an ihre Nächsten weitergeben möchte. Die ehrenamtliche Tätigkeit bereite ihr innere Freude und Zufriedenheit, wenngleich sie nicht verschweigen wolle, dass man manchmal auch unfreundlich angesprochen oder abgelehnt werde. „Aber das soll mich nicht entmutigen“, wie sie selbst sagte. Zugleich wünsche sie sich neue Interessierte, die bereit seien, sich für diese Angebote zu engagieren, damit sie auch in Zukunft bestehen bleiben könnten.
Ein Projekt, das gerade am Entstehen ist und noch in Zukunft seine Wirkung entfalten soll, stellte Dr. Gabriele Kuen, eine der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates von St. Theresia, den Gottesdienst-Besuchern abschließend vor. Das Projekt, das sich „Generationenübergreifendes Füreinander“ nennt, möchte diejenigen zusammenbringen, die ein kleines Angebot machen können und diejenigen, die eine kleine Unterstützung benötigen. Allerdings solle dies ohne Aufrechnen von Leistung und Gegenleistung geschehen. Als Beispiel nannte sie den Senior, der von einem Gemeindemitglied, das sowieso in den Gottesdienst gehe, dorthin mitgenommen werde. Sie zeigte sich gespannt, ob sich die Begeisterung, eine christliche Gemeindefamilie zu sein, in der ein „Füreinander unter dem Dach der Liebe herrscht“, in St. Theresia verwirklichen lässt.
Bevor dann Mitglieder des Sachausschusses „Liturgie“ die Fürbitten vortrugen, beendete Pfarrer Schüpferling die Predigt mit der Hoffnung, dass die einzelnen Beiträge auch die Motivation der Zuhörer geweckt und gestärkt hätten, so dass sich sagen ließe „Ja, da bin ich dabei!“. Mit seinen abschließenden Worten - „Wer bereit ist, den Mitmenschen mit den Augen Gottes zu sehen, macht sich zum Helfer aller“ - knüpfte er zugleich an den Beginn des Gottesdienstes an.
Vor dem Segen dankte Caritas-Geschäftsführer Markus Beck für das Interesse der zahlreichen Gottesdienstbesucher und für die gelebte Nächstenliebe der vielen ehrenamtlich Tätigen. Die Anwesenheit der Ehrengäste wertete er auch als symbolisches Zeichen der Unterstützung und Anerkennung der geleisteten sozialen und caritativen Arbeit. Ehrengäste waren Staatsminister Joachim Herrmann, CSU Fraktionsvorsitzender Jörg Volleth in Vertretung für Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, SPD Bezirksrätin Gisela Niclas, Pfarrerin Cordula von Erffa in Vertretung für den Vorstandssprecher des Diakonisches Werkes Erlangen Matthias Ewelt, Bürgermeister der Gemeinde Buckenhof Georg Förster, Bürgermeisterin der Gemeinde Spardorf Birgit Herbst sowie Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Röttenbach Harald Rotschka.
Im Anschluss an den Caritas-Gottesdienst war im Pfarrsaal zu Austausch und Information an verschiedenen Caritas- und Gemeinde-Ständen geladen. Auch Produkte aus Fairem Handel konnten erworben werden. Dank erlesenen Häppchen am umfangreichen Buffet und ausreichend Kaffee konnten sich die zahlreichen Besucher stärken.
Anlass des Gottesdienstes ist der Auftakt der Herbstsammlung, die in dieser Woche wieder durchgeführt wird und deren Erlös den sozialen Aufgaben von Gemeinde und Caritas zugutekommt.

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