Kurzzeitpflege
Der Pflegebedürftige wird im Rahmen der Kurzzeitpflege für bis zu 8 Wochen pro Kalenderjahr vollstationär, z.B. in ein Pflegeheim, aufgenommen.

Mit einem Betrag von bis zu 1.612 € pro Kalenderjahr kann die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Der Betrag unterscheidet sich nicht nach Pflegegraden, sondern steht unabhängig in gleicher Höhe zur Verfügung. Die maximale Dauer von bis zu 8 Wochen pro Kalenderjahr kann als Ganzes oder in Teilen herangezogen werden.

Im Unterschied zur Verhinderungspflege muss keine 6 monatige Vorauspflege stattgefunden haben, um den Anspruch auf Kurzzeitpflege geltend machen zu können.

In folgenden Situationen, könnte die Kurzzeitpflege zum Tragen kommen:

  • Die Pflegebedürftigkeit verschlimmert sich und es soll sicher gestellt werden, dass die notwendige Pflege oder gezielte Aktivierung von Fachkräften geleistet wird. Dadurch soll ein Krankenhausaufenthalt verhindert werden.
  • Nach einem stationären Klinikaufenthalt wird eine Nachsorge benötigt, die nur Pflegefachpersonal durchführen kann.
  • Angehörige müssen nach einem stationären Klinikaufenthalt für einen Pflegebedürftigen alles Notwendige für die häusliche Pflege und Betreuung organisieren.
  • Pflegende Angehörige möchten in den Urlaub fahren und ihr Familienmitglied soll in dieser Zeit versorgt und betreut werden.
  • Die Pflegeperson erkrankt selbst, so dass der Pflegebedürftige die Kurzzeitpflege nachfragt.
  • Es soll geklärt werden, ob eine auf Dauer angelegte stationäre Versorgung notwendig ist.
  • Es muss die Zeit überbrückt werden, bis ein Heimplatz auf Dauer gefunden wird.

Es gibt die Möglichkeit, dass ein im Kalenderjahr bestehender, noch nicht verbrauchter Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet.

[zurück]