„Pflege lässt Nächstenliebe Wirklichkeit werden“ - Erlangen war die erste Station des Pflegetrucks in Mittelfranken

DSC03400Das Caritas-Team am Pflegetruck: v.l.n.r. Herr Reil, Frau Menzel, Herr Beck, Dekan Kemmer, Frau Seifert, Frau WollnyErlangen war die erste Station des Pflegetrucks sowohl in Mittelfranken wie im Erzbistum Bamberg. Kirchen, Caritas und Diakonie werben mit ihm in der Bevölkerung um Unterstützung für eine Altenpflege, die der Würde des Menschen gerecht wird. Dazu bedarf es besserer Rahmenbedingungen und mehr Nachwuchs bei den Fachkräften.

Am Freitag und Samstag, 10. und 11. April, stand der grüne Pflegetruck vor dem Neuen Markt in Erlangen. Kilian Kemmer, Dekan von Höchstadt/Aisch und Vorsitzender des Caritasverbandes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt, sagte in einer kurzen Ansprache, Caritas und Diakonie seien sowohl das gute als auch das schlechte Gewissen der Kirchen.

Das gute Gewissen, weil sie die christliche Botschaft der Nächstenliebe Wirklichkeit werden ließen. Er dankte dafür den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Landkreis Erlangen-Höchstadt und in der Stadt Erlangen in der Altenpflege wirken. „Ohne sie wären manche Menschen aufgeschmissen.“ Die Wohlfahrtsverbände seien aber auch das schlechte Gewissen, „denn sie erinnern uns daran, dass wir uns noch viel mehr einsetzen müssten für die Wertschätzung dieser Arbeit.“

Markus Beck, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt Erlangen und den Landkreis Erlangen-Höchstadt, sagte, Caritas und Diakonie als die größten Träger von Altenpflege im Raum Erlangen wollten auch in Zukunft „alles für die Pflege tun“. Allerdings fehle es zunehmend an gut ausgebildetem Personal. Er gab der Hoffnung Ausdruck, mit dem Pflegetruck auch den einen oder anderen für den Pflegeberuf interessieren zu können.

Daneben will der Pflegetruck die Öffentlichkeit für die Probleme der Altenpflege sensibilisieren. „Wir brauchen mehr Geld und mehr Zeit. Sonst ist eine liebevolle Pflege, wie wir sie uns vorstellen, nicht möglich“, sagt Beck. Mit Installationen will der Pflegetruck dies veranschaulichen: Beim Pfleg-O-Mat können die Besucher versuchen, mit knappen finanziellen Mitteln eine würdige Pflege zu ermöglichen. Eine überdimensionale Sanduhr zeigt an, dass die Zeit in der Pflege eng bemessen ist.

Auch Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik war unter den Besuchern und ließ sich an den verschiedenen Stationen der Präsentation über die Anliegen der Altenpflege informieren.

Die weiteren Stationen des Pflegetrucks in der Erzdiözese Bamberg sind:

8. – 9. Mai: Fürth

11. – 12. Mai: Kronach

15. – 16. Mai: Bayreuth

26. – 27. Juni: Nürnberg

14. – 15. Juli: Neustadt an der Aisch

17. – 18. Juli: Hof

21. – 23. Juli: Coburg

31. Juli - 1. August: Bamberg

11. – 12. September: Coburg

15. – 16. September: Lauf an der Pegnitz

17. – 18. September: Ansbach

21. – 22. Oktober: Nürnberg (während der Messe ConSozial 2015)

 

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